Beerdigung
Damit eine Beerdigung ohne Probleme durchgeführt werden kann, müssen bestimmte Dinge und Abläufe festgelegt werden. Liegt schon eine Verfügung des Verstorbenen vor, in der alle Details der Beerdigung festgelegt sind, dann müssen sich die Hinterbliebenen an diese Vorgaben des Verstorbenen richten. Je nach dem, in welchem Bundesland die Beerdigung durchgeführt wird, muss die Bestattung innerhalb von 5 bis 10 Werktagen nach dem Tod durchgeführt werden.
Es gibt verschiedene Bestattungsarten, unter denen die Angehörigen oder der Verstorbene wählen kann oder konnte. So gibt es bei einer Beerdigung die
- Erdbestattung
- Feuerbestattung
- Seebestattung
- anonyme Feuerbestattung
- anonyme Erdbestattung
- Luftbestattung oder Flugbestattung
Die häufigste Form der Beerdigung in Deutschland ist momentan noch die Erdbestattung. Aber schon gleich dahinter findet sich die Feuerbestattung.
Die Bestattungskosten der Beerdigung sind unterschiedlich, da sie häufig nicht nur einmalig, sondern bei bestimmten Formen der Beerdigung auch fortlaufend anfallen. Die Pflege eines Urnengrabes ist natürlich wesentlich einfacher, wie die einer normalen Erdbestattung.
In der Regel wird die Beerdigung auf dem Friedhof durchgeführt, in dessen Bezirk der Verstorbene seinen letzten Wohnsitz hatte. Es gibt aber natürlich aus Ausnahmen. Diese Ausnahmen müssen mit der Friedhofsverwaltung durchgesprochen werden. Urnen dürfen nicht zuhause aufbewahrt werden, sondern es besteht eine Bestattungspflicht einer Urne auf dem Friedhof.
Eine Beerdigung muss natürlich organisiert werden. Die Friedhofs- und Krematoriumsverwaltung vergibt die Termine für die Bestattung. Beim Einschalten eines Bestattungsinstituts übernimmt üblicherweise der Bestatter die Terminabsprache mit dem Pfarramt für den Trauergottesdienst. Auch ein Gespräch mit dem Pfarrer, wegen der Trauerrede an der Beerdigung, muss geführt werden. Auch der Ablauf der Trauerfeier ist in den letzten Jahrzehnten ein wenig freier geworden. So sollte es eine kleine Einflussmöglichkeit auf den Ablauf der kirchlichen Beerdigung erlaubt sein.
Natürlich muss bei einer Beerdigung auch an den obligatorischen Schmuck durch Blumen gedacht werden. Der Blumenschmuck gilt als letzter Gruß der Hinterbliebenen an den Verstorbenen. Vor der Beerdigung muss auch die Traueranzeige verfasst und veröffentlicht werden. Auch die Aufgabe der Traueranzeige übernimmt in der Regel das mit der Beerdigung betraute Bestattungsunternehmen. Nach der Beerdigung findet die Trauerfeier in einem nahestehenden Lokal Ihren Abschluss.
Die Kosten einer Beerdigung sind vielfältig und nicht zu unterschätzen. Einfache oder mittlere Beerdigungen schlagen schon einmal mit 3 000 Euro bis 5 000 Euro zu Buche.
Beerdigungskosten können zum Beispiel sein, die
- Trauerkleidung, Todesanzeige, Blumenschmuck, Trauerfeier
- Kosten für das Bestattungsunternehmen
- Kommunale Gebühren
- Kosten für anfallende Pflege des Grabes
Die Kosten eines Bestattungsinstituts können sich nicht gerade wenig unterscheiden. So sollte man auf jeden Fall 2 verschiedene Angebote von Bestattungsunternehmen einholen. Sollte man ein Problem mit der Rechnung des Bestattungsunternehmens haben, dann kann man sich an die Schlichtungsstelle des Bundesverbandes Deutscher Bestatter wenden. Hier kann man Beschwerden durch einen Sachverständigen außergerichtlich klären lassen.
Nach einer Beerdigung fallen auch Gebühren der Grabnutzung und der Bestattung an. Diese Grabnutzungsgebühren und Bestattungsgebühren sind an die Kommune zu zahlen. Wie man sehen kann, ist eine Beerdigung eine aufwändige Sache und man sollte sich genauestens überlegen, ob man die Organisation und alles andere selbst erledigen will oder einem Bestattungsinstitut beziehungsweise Bestattungsunternehmen in der Nähe diese Aufgaben überlässt. Wie bei allem, gibt auch bei der Beerdigung, der eigene Geldbeutel die Richtung vor.
